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Dieser Beitrag stammt von Epruxor und wurde 1.364x gelesen.

Der 1. Monat

An dieser Stelle möchte ich mal ein persönliches Fazit des ersten Spielmonats dalassen. Knapp einen Monat spiele ich nun schon meinen Jedi-Ritter im MMORPG Star Wars The Old Republic. Beginnen konnte ich schon am 14. Dezember 2011, mit dem Headstart-Bonus. Ein wenig vorher hatte ich bereits die Gelegenheit, ein Beta-Wochenende mitzumachen und war seit dem endgültig überzeugt, dass SWTOR mein zukünftiges MMORPG wird.

Ich spiele einen Jedi-Ritter mit der Spezialisierung Wächter. Schon vor der Erstellung meines Charakters stand der Name fest (siehe Story zu Epruxor). Wie ich es in der Beta schon antesten konnte, ging es nun an die Erstellung des Aussehens. Was mich angenehm überrascht hat, es gibt nicht nur Körper, die einem Modellmagazin entspringen. So entschloss ich mich einen knuddeligen Kerl zu bauen, der im Gesicht eine kleine Narbe hat. Etwa eine halbe Stunde verbrachte ich damit, an den Feinheiten zu feilen. Augenfarbe, Frisur, Körperhöhe, Gesichtsauswahl und einige weitere Details sind einstellbar.

Das Aussehen war fertig gestellt, der Name geschrieben und nach einem Moment inne halten, wurden die Pixel zum virtuellen Leben erweckt. Eine fulminante filmische Einleitung startete die Geschichte meines Jedi-Ritters. Spätestens jetzt wird man vom Star Wars Fieber gepackt. Wie es Vielen schon aus den Filmen bekannt ist, ist die Einleitung mit einer unter die Haut gehenden Musik unterlegt und versetzt einen in erwartungsvolle Spannung. Mit einem beeindruckenden Video bekommt man die Vorgeschichte präsentiert und wird auf die kommende Geschichte vorbereitet.

Und dann geht es los!

Von Anfang an wird die Charakterentwicklung mit einer packenden Geschichte begleitet. Stets hatte ich das Gefühl, mein Jedi-Ritter beschreitet einen einzigartigen Weg, den ich bestimme. Ein Film, in dem ich mit meinem Jedi-Ritter ein wichtiger Teil der Geschichte bin. Meine Entscheidungen haben Einfluss. Um meine Entscheidungen nicht durch die Anzeige der Ausrichtung bestimmen zu lassen, habe ich diese in den Spiel-Optionen abgeschaltet. So habe ich die Antworten gewählt, so wie ich sie für richtig hielt. Ja – und das eine oder andere Mal gab es dann eben auch Punkte für die dunkle Seite.

Dieser Text entstand, als mein Jedi-Ritter Stufe 36 erreicht hatte. Bis hier hin kann ich sagen, spielt sich für mich der Jedi-Ritter hervorragend. Die begleitenden Geschichte ist packend. Auch die Missions-Reihen der Planeten und diverse Bonusmissionen sind stimmig. Trotz dem das Spielprinzip in der Grundstruktur ähnlich ist, wie bei anderen MMOs, so hebt es sich doch gewaltig von allen anderen Online-Spielen, die ich bisher gespielt oder getestet habe ab.

Ein besonderer Teil ist, die Geschichte die man selbst spielt, hinterlässt ihre Spuren. Nicht nur dass sie den Missionen eine packenden Rahmen gibt, sondern auch dem eigenen Charakter eine gewisse Einzigartigkeit. Mit dem Abschluss des ersten Kapitels schaltet man sein Vermächtnis frei und darf seinem Charakter einen Nachnamen geben, auf dem zukünftige Geschichten aufbauen. Dass heißt, nicht nur der Charakter, der dieses Vermächtnis freischaltet ist darin eingebunden, sonder auch alle anderen Twink-Charaktere auf dem Server. Sowohl auf Seiten der Republik, als auch auf Seiten des Imperiums. Epruxor ist nun Wegbereiter des Agkion-Vermächtnisses und schreibt fortan seine eigene Geschichtslinie.

Ich will jedoch auch nicht alles Schönreden. Ein paar Dinge gibt es (noch), die etwas nervig sind. Beispielsweise bin ich arg enttäuscht, dass mein recht aktueller Rechner mit OCZ-SSD-Platte und nVidia GTX 580 in manchen Gebieten ordentlich das Ruckeln bekommt. Zudem beginnt kurz nach dem Start des Spiels meine Grafikkarte an zu „schwitzen“, obwohl es eigentlich noch gar nicht wirklich zur Sache geht. Was ich auch vermisse, sind diverse Einstellungsmöglichkeiten der grafischen Oberfläche (auch GUI genannt). Die Schaltflächen sind offenbar für nahezu „blinde“ Benutzer optimiert. Blendet man die linke Leiste ein kollidiert diese mit der Gruppenanzeige, obwohl ich eine Bildschirmauflösung mit 2048 x 1152 Pixeln nutze. Generell müssen mehr Einstellmöglichkeiten für Grafik und Sound bereit gestellt werden.

Beim Thema Rollenspiel bin ich auch ein wenig ernüchtert. Was auf der einen Seite positiv ist, die filmische Begleitung der Missionen, ist auf der anderen Seite eher hinderlich beim Rollenspiel mit anderen Spieler-Charakteren. Momentan sind keine Makros im Spiel erlaubt. Um Emotionen auszulösen muss man erst umständlich mit einem winzigen Knöpfchen am Chat-Fenster, eine Liste von Emotionen oder Gesten heraussuchen, oder man muss alle Befehle manuell eintippen. Tanzen oder Winken geht ja noch, aber will man seltener benutzte Emotionen aufrufen, weiß man nicht immer, ob diese Befehle auch so eingebunden sind. Nicht selten habe ich getippt und als Resultat „nichts“ zurück bekommen, weil ich mich verschrieben hatte oder es diese Emotion gar nicht gibt. Oft gebrauchte RP-Emotionen und Grußformen würde ich gern als Makro auf dem Bildschirm sehen und mit einem Klick aktivieren können. Ich hoffe da bessert Bioware noch nach.

Glücklicher Weise ist das Thema mit den Warteschlangen beim Einloggen ins Spiel, mittlerweile kein Problem mehr. Der Gesamteindruck von SWTOR ist für mich jedoch positiv. Über die kleinen Anfangsschwierigkeiten sehe ich gern drüber weg, in der Hoffnung, dass diese bald der Vergangenheit angehören.

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